Zadar nach Dubrovnik – Inselhüpfen in Kroatien (8ZD260B)

Um 16 Uhr geht es endlich los: Wir treffen uns zum Welcome Briefing und die Vorfreude groß. Mit dabei sind viele bekannte Gesichter. Wie schön, wieder gemeinsam auf ein neues Abenteuer zu gehen! Und natürlich sind auch einige zum ersten Mal dabei – neue Gesichter, neue Geschichten und vielleicht schon die nächsten gemeinsamen Erinnerungen. Bevor es richtig losgeht, gibt es heute aber noch einiges zu erledigen. Die E-Bikes werden übergeben, letzte Einstellungen vorgenommen und schon bald sind alle startklar. Anschließend machen wir gemeinsam einen Spaziergang durch Zadar. Das Timing könnte kaum besser sein: Während wir entlang der Promenade schlendern, erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang über der Adria. Beim anschließenden Dinner wird viel gelacht. Die ersten gemeinsamen Geschichten werden ausgetauscht und so manche Erinnerung an vergangene Touren wieder hervorgeholt. Und während die „alten Hasen“ in Erinnerungen schwelgen, lernen unsere neuen Teilnehmer nach und nach den Rest der Gruppe kennen.
Inselhüpfen ist heute das Thema des Tages. Und wie könnte man besser starten als mit einer Fährfahrt? Wir lassen die lebhaften Straßen von Zadar hinter uns und setzen nach Ugljan über. Der Kontrast ist sofort spürbar. Statt des Trubels der touristisch belebten Stadt erwarten uns ruhige kleine Straßen, die sich entlang der Küste durch kleine Fischerdörfer und vorbei an idyllischen Buchten schlängeln. Hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neuer Ausblick – genau so, wie man sich Kroatien auf einem Reiseprospekt vorstellt. Über eine Brücke geht es von Ugljan weiter auf die Insel Pašman, wo eine kleine Bergwertung auf uns wartet. Wir machen uns auf den Weg hinauf zum Kloster Ćokovac. Der Anstieg wird mit einem fantastischen Panorama über die umliegenden Inseln und die tiefblaue Adria belohnt. Nach dem Mittagessen ist es Zeit für die nächste Fähre. Sie bringt uns zurück aufs Festland nach Biograd. Bevor wir den letzten Abschnitt zu unserem Hotel in Angriff nehmen, gönnen wir uns noch einen wohlverdienten Aperol Spritz am Hafen.
Der Tag begann mit einem hervorragenden Frühstücksbuffet in unserem wunderbaren Hotel. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir bereits unseren ersten Stopp – den Vrana-See (Vransko jezero), den größten natürlichen See Kroatiens. Wir verbrachten hier einige Zeit mit der Suche nach Vögeln, aber die große Zugvogelwanderung hatte noch nicht begonnen. Unser nächster Aussichtspunkt war schlichtweg atemberaubend: Der Blick über den See bis hin zu den Kornati-Inseln war einfach überwältigend. Zurück an der Küste machten wir eine Mittagspause und fuhren anschließend weiter nach Vodice. Diese Stadt, unser Tagesziel, bot einfach alles: ein bisschen Geschichte, zahlreiche Bars und Eisdielen und natürlich die verlockende Adria!
Heute steht ganz im Zeichen schöner Städte – und davon bekommen wir gleich mehrere zu sehen. Am Vormittag erkunden wir Šibenik zu Fuß. Durch die verwinkelten Gassen geht es über unzählige Stufen hinauf und hinunter. Immer wieder öffnet sich zwischen den Häusern der Blick auf das Meer und den malerischen Hafen. Eine Stadt, in der man sich wunderbar treiben lassen kann. Danach heißt es wieder: rauf auf die E-Bikes und weiter Richtung Trogir*. Ein paar Anstiege warten auf uns, doch unsere E-Bikes leisten fleißig Unterstützung. Und wie so oft gilt: Wo es bergauf geht, wartet oben ein schöner Ausblick und eine rasante Abfahrt. In Trogir angekommen, haben wir uns einen Drink redlich verdient. Anschließend schlendern wir durch die autofreie Altstadt mit ihren engen Gassen, historischen Gebäuden und kleinen Plätzen. Doch der eigentliche Höhepunkt des Tages wartet noch auf uns: eine spritzige Speedboat-Fahrt! Mit ordentlich Fahrtwind geht es übers Wasser Richtung Split. Direkt an der palmengesäumten Uferpromenade legen wir an. Von dort spazieren wir ganz entspannt zu unserem Hotel. Nach dem Dinner zieht es uns noch einmal hinaus. Bei einem abendlichen Spaziergang erkunden wir den Diokletianpalast und die umliegenden Gassen. Ein erster, kurzer Vorgeschmack auf Split bei Nacht – und gleichzeitig macht er uns neugierig auf morgen. Denn morgen ist Rasttag. Und da haben wir genügend Zeit, Split ganz in Ruhe und ausführlich zu entdecken.
Heute dürfen die Drahtesel ruhen – und das aus gutem Grund. Denn in Split gibt es auch ganz ohne Fahrrad jede Menge zu entdecken. Jeder startet entspannt in den Tag und macht sich auf den Weg, um den Rasttag ganz nach den eigenen Vorstellungen zu genießen. Manche zieht es an den Strand, wo das warme Meer und eine gemütliche Strandbar warten. Natürlich darf auch die Kultur nicht fehlen. In Split gibt es schließlich Geschichte auf Schritt und Tritt zu entdecken: der Diokletianpalast, die beeindruckenden unterirdischen Gewölbe, die Kathedrale, die alten Stadtmauern und überall diese faszinierende Mischung aus Architektur und Geschichte, die sich über rund 1.700 Jahre entwickelt hat. Andere entscheiden sich für etwas ganz Besonderes und besuchen Froggyland – eine der wohl ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. 🐸 Am Nachmittag kommen dann wieder alle zusammen. Auf der Terrasse unseres Hotels treffen wir uns im Jacuzzi. Im warmen Wasser, mit einem Drink in der Hand und dem Blick von oben über Split, lassen wir den entspannten Rasttag gemeinsam ausklingen.
Da die geplante Fähre von Split nach Korčula heute nicht fuhr, änderten wir kurzerhand unsere Pläne und starteten unser Abenteuer stattdessen in Orebić. Nach einem schnellen, aber sehr leckeren Mittagessen nahmen wir die Fähre nach Korčula. Nachdem wir die „Schwarze Insel“ erreicht hatten, radelten wir entlang der wunderschönen Küste. Hinter jeder Kurve wurde die Landschaft noch atemberaubender. Anschließend kehrten wir in die Stadt Korčula zurück – zum Shoppen, für ein paar Drinks und natürlich ein Eis. Kurz vor 18 Uhr nahmen wir die Fähre zurück nach Orebić. Der großartige Tag endete mit einem typisch kroatischen Abendessen direkt an der Uferpromenade.
Heute steht die Königsetappe auf dem Programm. Aber alles kein Problem für uns! Wir sind mittlerweile bestens trainiert und hochmotiviert. Und außerdem gibt es entlang der Strecke so viel zu sehen, dass die Kilometer fast wie von selbst vorbeiziehen. Los geht’s durch den Dingač-Tunnel. Kalt und dunkel ist es hier – doch am anderen Ende wartet die Belohnung: ein grandioses Panorama über das Meer. Und genau so geht es weiter. Wir radeln mitten durch die berühmten Dingač-Weinberge, und was soll man sagen: Radfahren vom Feinsten! Die Blätter sind bereits herbstlich gefärbt, die Sonne glitzert auf dem Meer und immer wieder eröffnen sich traumhafte Blicke auf kristallklares Wasser und einsame Buchten. Viel schöner Radeln kaum sein. Unser nächster Stopp ist Ston. Schon von weitem beeindruckt die gewaltige Stadtmauer, die sich über die Hänge oberhalb der Stadt zieht. Beim Mittagessen wartet dann eine weitere Spezialität der Region auf uns: Austern. Und selbstverständlich probiert jeder! Na gut – bei manchen braucht es vielleicht einen kleinen Anstoß … aber schließlich sind wir ja auf einer Entdeckungstour. Am Ende unserer Etappe erreichen wir unser Hotel. Dort erwartet uns bereits Marko und verwöhnt uns mit einem kühlen Bier direkt am Strand. Der perfekte Abschluss eines gelungenen Radltages! Und irgendwie haben wir bei all den schönen Eindrücken unterwegs gar nicht bemerkt, wie viele Kilometer wir gefahren und wie viele Höhenmeter wir dabei gesammelt haben.
Der letzte Tag unseres E-Bike-Abenteuers in Kroatien hat begonnen. Wieder einmal wachten wir bei strahlend blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein auf. Die Fahrt begann mit einem anspruchsvollen Anstieg über rund 8 Kilometer – belohnt wurden wir mit großartigen Ausblicken auf die Adria und einer frisch asphaltierten Straße. Noch ein Kaffeestopp, noch ein sehr leckeres Mittagessen, und schon erreichten wir Dubrovnik, die Perle der Adria! Schnell wechselten wir vom Fahrrad- in den Fußgängermodus und erkundeten die spektakuläre Altstadt. Nun sind wir bereit für unser Abschiedsessen – und danach heißt es Abschied nehmen von neuen und alten Freunden, die diese Reise unvergesslich gemacht haben!
