Zadar nach Dubrovnik – Inselhüpfen in Kroatien (8ZD2602)

Ankommen und Wiedersehen Um 16 Uhr geht's los: Wir treffen uns zum Welcome Briefing und bekommen einen ersten Einblick in das Abenteuer, das vor uns liegt. Schnell zeigt sich: Wir haben eine tolle Gruppe - manche bekannte Gesichter, teilweise mit langjähriger Edelweiß-Erfahrung, genauso wie neue, die ihre erste Edelweiß-Reise erleben. Gleich zu Beginn wurden einige Reise-Geschichten geteilt und es ist klar, alle freuen sich riesig ein weiteres Reise-Kapitel hinzuzufügen. Nach der Theorie geht´s draußen weiter mit der Fahrradübergabe. Sattel einstellen, kurz Probe fahren – und die Vorfreude steigt. So richtig losradeln werden wir aber erst morgen. Tolle Leute, perfektes Wetter, traumhafte Kulisse und eine Tour wie aus dem Bilderbuch - klingt nach den perfekten Zutaten für eine Woche voller Spaß, Freude und unvergesslicher Momente.
Heute geht es gleich mit einer Fährfahrt los. Wir setzen über nach Ugljan und radeln anschließend gemütlich Richtung Süden. Entlang der Küste geht es durch kleine Fischerdörfer – idyllisch, ruhig und genau das Kroatien, das wir uns für unsere Tour vorgestellt haben. Über die Brücke geht es weiter auf die Insel Pašman. Unter uns und rund um die Insel herrscht heute reges Treiben: Unzählige kleine Boote sind unterwegs und genießen den sonnigen Sonntag auf dem Wasser. Ein herrlicher Anblick – und für uns ein guter Grund, kurz stehen zu bleiben. Ganz ohne kleine Herausforderung geht es natürlich auch heute nicht. Ein kleiner Berg wartet auf uns – oben angekommen erreichen wir das Kloster Ćokovac. Der Anstieg hat sich gelohnt: Vor uns breitet sich ein wunderschönes Panorama über die vielen Inseln und das tiefblaue Meer aus. Danach heißt es wieder runter vom Berg und rauf auf die nächste Fähre. Sie bringt uns zurück aufs Festland nach Biograd, unserem heutigen Etappenziel.
Heute führte uns unsere Route über das kroatische Festland – und das aus gutem Grund: Der Naturpark Vransko Jezero mit dem größten See Kroatiens, dem Vransko jezero, wartete auf uns. Dieses einzigartige Feuchtbiotop ist ein wahres Paradies für die Vogelwelt und beheimatet mehrere hundert verschiedene Vogelarten. Darunter befindet sich Kroatiens einzige Kolonie von Purpurreihern sowie eine der bedeutendsten Populationen des Zwergkormorans. Auf insgesamt 57 Quadratkilometern erstreckt sich dieser wunderschöne Naturpark, rund 30 Quadratkilometer davon entfallen allein auf den See. Eine beeindruckende und unglaublich abwechslungsreiche Landschaft, die uns heute immer wieder aufs Neue überraschte: Mal ging es über Schotterwege, mal bergauf durch die faszinierende Flora und Fauna des Parks – und dazwischen öffneten sich immer wieder herrliche Ausblicke. Der absolute Höhepunkt des Tages war dabei der Kamenjak, die höchste Erhebung des Naturparks. Rund 1,5 Kilometer ging es teilweise ordentlich steil bergauf – dank unserer elektrischen Unterstützung allerdings kein Problem für unsere Gruppe. Und die Anstrengung hat sich definitiv gelohnt: Oben angekommen, erwartete uns ein spektakulärer Panoramablick über den See bis hin zur Adriaküste. Auch der kräftige Wind, der uns heute den ganzen Tag begleitete, konnte unserer guten Stimmung nichts anhaben. Stattdessen hielten wir immer wieder inne und genossen demütig die Schönheit, die sich vor uns auftat. Oben am Aussichtspunkt besichtigten wir außerdem die kleine Kapelle, die als Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs errichtet wurde. Nach einem weiteren Kaffee hieß es dann: wieder aufs Rad! Über gut befestigte Straßen und bei mäßigem Verkehr führte uns die Route weiter nach Pirovac, wo wir uns beim gemeinsamen Mittagessen stärken konnten. Von dort waren es noch etwa 15 Kilometer bis zu unserem heutigen Ziel Vodice. Der Wind blieb uns treu – unsere gute Laune glücklicherweise auch. Und so erreichten schließlich alle zufrieden und sichtlich glücklich über den erlebnisreichen Tag unser Hotel. Dort wurde erst einmal das wohlverdiente Entspannungsprogramm eingeläutet: Pool, Jacuzzi und natürlich die Bar wurden ausgiebig genossen. 😉 Ein weiterer großartiger Tag liegt hinter uns – mit wilder Natur, abwechslungsreichen Landschaften, spektakulären Ausblicken und vielen kleinen Momenten, die diese Reise zu etwas Besonderem machen\.
Kultur, Berge und ein Geburtstag Heute ist für jeden etwas dabei: Am Vormittag kommen die Kulturinteressierten auf ihre Kosten, am Nachmittag sind die Radlebegeisterten an der Reihe. Unser Geburtstagskind Rudi ist jedenfalls bestens motiviert. Die Sweeper-Weste wird übergestreift – und los geht’s! Unser erstes Zwischenziel ist Šibenik. Über unzählige Stufen geht es durch die hübschen Gassen hinauf zur beeindruckenden Kathedrale. Danach schlendern wir durch die kleinen, schnuckeligen Gässchen und genießen den Blick auf den malerischen Hafen. Zur Mittagszeit verwöhnt uns Sarah mit einem tollen Picknick direkt am Meer. Kroatische Köstlichkeiten, eine herrliche Aussicht und ein bisschen Zeit zum Genießen. Am Nachmittag kommen dann die Radbegeisterten auf ihre Kosten. Drei Berge wollen erklommen werden. Dank unserer E-Bikes schnurren wir mühelos bergauf und genießen dabei die Aussicht. Nur einmal müssen wir kurz anhalten und unsere Route ändern: Eine Straße ist wegen eines Radrennens gesperrt. Schon irgendwie komisch, dass wir da nicht mitfahren … 😄 Nach einem Zwischenstopp in Trogir geht es schließlich weiter nach Split, wo unser heutiges Abenteuer endet. Beim gemeinsamen Dinner feiern wir Rudis Geburtstag. Alles Liebe zum Geburtstag, Rudi – von der ganzen Gruppe! 🥳
Ein wohlverdienter Rasttag! Und wo könnte man einen freien Tag besser verbringen als in Split? Hier ist wirklich für jeden etwas dabei – und es gibt so viel zu entdecken. Einige von uns wandeln auf den Spuren des römischen Kaisers Diokletian. Ein Stadtspaziergang durch die Altstadt fühlt sich dabei fast wie eine kleine Zeitreise an. Mitten im heutigen Split stehen die gewaltigen Mauern des ehemaligen Diokletianpalastes. Wir entdecken die alten Kellergewölbe und die kleinen Gassen, die sich über die Jahrhunderte ihren Weg durch die antiken Mauern gebahnt haben. Besonders spannend: Der Palast ist nicht einfach nur eine historische Sehenswürdigkeit – die Menschen leben und arbeiten noch heute mitten in diesen alten Mauern. Al und Celine sind allerdings so radelbegeistert, dass selbst ein Rasttag nicht ganz ohne Fahrrad geht. Also schwingen wir uns auf die E-Bikes und drehen eine Runde um die Halbinsel Marjan. Entlang des Meeres geht es durch schattige Pinienwälder, vorbei an kleinen Buchten und immer wieder zu tollen Aussichtspunkten. Tiefblaues Meer, Inseln am Horizont und eine leichte Brise – ideale Zutaten für unsere kleine Radrunde. So richtig romantisch wird es dann am Abend. Wir bummeln ohne großes Ziel durch die Altstadt und entdecken immer wieder kleine Ecken, Plätze und Mauern, die an die antike Geschichte der Stadt erinnern.
Von Split nach Korčula und weiter nach Orebić Unser heutiger Tag begann ganz entspannt. Nach einem fantastischen Frühstück in unserem Hotel machten wir uns erst um 10:00 Uhr auf den Weg zum Hafen. Um 10:45 Uhr hieß es dann: Leinen los\! Mit der Fähre verließen wir Split und nahmen Kurs auf Vela Luka auf der Insel Korčula – auch bekannt als die „schwarze Insel“. Korčula ist nicht nur für ihre wunderschöne Landschaft, sondern auch für ihre hervorragenden Weißweine bekannt und beliebt. Während der rund dreistündigen Überfahrt genossen wir immer wieder fantastische Ausblicke auf die dalmatinische Küste. Schließlich hieß es: Fahrräder raus und ab auf die Straße! Unsere heutige Etappe hätte abwechslungsreicher kaum sein können. Zwischen Weinbergen und Olivenhainen führte uns die Route über kurvige, gut ausgebaute Straßen – mal bergauf, mal bergab und immer wieder begleitet von spektakulären Ausblicken auf die Landschaft und das tiefblaue Adriatische Meer. Oft hatten wir die Straße beinahe ganz für uns allein. Nur gelegentlich wurden wir von einem Auto überholt – meist begleitet von einem freundlichen Hupen, um sicherzustellen, dass alle gut gesehen wurden und sicher unterwegs waren. Trotz der zahlreichen Anstiege waren wir flott unterwegs und hatten einen richtig guten Rhythmus gefunden. Natürlich durfte der eine oder andere Fotostopp nicht fehlen. Bei dieser Landschaft wäre es schließlich eine Schande gewesen, die Kamera im Gepäck zu lassen! Auch unser Van sorgte zuverlässig dafür, dass niemand hungrig oder durstig blieb, und versorgte uns unterwegs mit Snacks und reichlich Wasser. Das vorletzte Highlight unserer heutigen Etappe war die gleichnamige Stadt Korčula. Der historische Ort mit seinen engen Gassen und der beeindruckenden Altstadt ist eng mit dem Namen Marco Polo verbunden, der der Überlieferung nach hier geboren wurde. Von Korčula aus ging es schließlich noch einmal aufs Wasser: Eine kurze, rund 25-minütige Fährfahrt brachte uns nach Orebić, unserem heutigen Tagesziel. Über uns stand mittlerweile ein fast voller Mond und tauchte die nächtliche Überfahrt in ein ganz besonderes Licht. Und so ging wieder ein großartiger Tag zu Ende – voller beeindruckender Landschaften, sportlicher Herausforderungen, kleiner Genussmomente und vor allem vieler gemeinsamer Erlebnisse. Müde Beine hin oder her: Alle waren sich einig – Korčula hat uns heute ein ganz besonderes Stück Dalmatien gezeigt. Und wir freuen uns schon darauf, was der morgige Tag für uns bereithält!
Am Vorabend haben wir sie probiert – die Weine der Halbinsel Pelješac. Heute erleben wir hautnah, wo und wie sie entstehen. Von Orebić aus führt unsere Route durch die berühmte Weinregion. Wir fahren durch den Dingač-Tunnel und vorbei an endlos scheinenden Weinbergen, die sich an den steilen Hängen über dem Meer entlangziehen. Eine beeindruckende Landschaft und eine ganz andere Perspektive auf die Weine, die wir am Abend zuvor im Glas hatten. Unser nächster Stopp ist Ston. Schon von weitem beeindruckt uns die mächtige Stadtmauer, die sich über die Hügel zieht. Doch Ston hat noch eine weitere Spezialität zu bieten: Austern. Bei einigen von uns hält sich die Begeisterung zunächst etwas in Grenzen. Doch die Neugier siegt – und so nutzen schließlich auch die Zögerlichen die Gelegenheit und trauen sich, eine Auster zu probieren. Mut wird belohnt! 😉 Danach geht es weiter Richtung Süden. Unser heutiges Ziel ist Slano. Dort wartet bereits Sarah auf uns – mit einem kühlen Bier direkt am Strand. Ein würdiger Abschluss unserer Königsetappe.
Mit einem weinenden und einen lachenden Auge starten wir unsere letzte Etappe. Diese hatte nur rund 44 km und 730 hm, aber dafür wieder atemberaubende Ausblicke zu bieten. Bei wolkenfreien Himmel und strahlenden Sonnenschein ging es also doch wieder gut gelaunt und fröhlich aufs Rad, immer gen Süden bis nach Dubrovnik. Die Game of Throne Stadt wollten wir nach einem entspannten Mittagessen kurz vor dem Ziel zwischen 14 und 15 Uhr erreichen. Die ersten km gingen nochmal bergauf, die Strecke immer wieder gespickt mit fantastischen Blicken aufs Meer und die Inseln, sodass wir doch sehr gerne den ein oder anderen Fotostopp einlegten. Auch die Kaffeepause wurde ganz im kroatischen Pomalo-Stil genossen. Alle strahlten mit der Sonne um die Wette und die Stimmung war einmal mehr super. Wie sollte es auch sein angesichts der spekatulären Landschaft! Ein Tag wie aus dem Bilderbuch! Gegen 14:30 Uhr erreichten wir unser Hotel. Und hiermit war klar: eine unfallfreie Tour war geschafft. :) Dankbar für die tollen Erlebnisse der letzten Tage, wurde auch der restliche Nachmittag voller Freude gestaltet. Ein paar zog es in die Altstadt, die wir per Bus direkt vom Hotel gut erreichten konnten, andere genossen Pool, Wellness oder Meerblick des Hotels. Den fantastischen Tag rundet unser Abschiedsabend ab - mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Voller Freude auf weitere Abenteuer und Dankbarkeit für die gemeinsamen Momente und Erlebnisse.
