Slowenien und der Alpe Adria Fahrradweg - SPE26001

Nach einer langen Anreise – für einige fast einmal um die halbe Welt – haben es schließlich alle Teilnehmer nach Velden am Wörthersee geschafft. Um 16 Uhr treffen wir uns zum ersten Mal und beim Welcome Briefing heißt es: kennenlernen, ankommen und endlich gemeinsam loslegen. Zunächst stehen noch ein paar organisatorische Informationen auf dem Programm. Doch schon bald wird es spannender: Die Vorstellung der bevorstehenden Route macht Lust auf die nächsten Tage, und spätestens bei der Übergabe unserer E-Bikes steigt die Vorfreude auf das gemeinsame Abenteuer. Los geht die Radreise allerdings erst morgen. Heute lassen wir es noch gemütlich angehen und erkunden bei einem kleinen Spaziergang das malerische Velden und die Umgebung am Wörthersee. Anschließend geht´s zum gemeinsamen Dinner. Bei gutem Essen, netten Gesprächen und viel Vorfreude auf die kommenden Tage lassen wir unseren ersten gemeinsamen Abend gemütlich ausklingen.
Nach einem leckeren Frühstück und einem kurzen Briefing starteten wir in unser Abenteuer. Unter einem strahlend blauen Himmel verließen wir Velden. Es dauerte nur ein paar Kilometer, bis sich alle an die neuen Fahrräder gewöhnt hatten. Unsere Route führte uns zunächst zum Faaker See – nur eine Woche vor der berühmten European Bike Week, einem großen Harley-Davidson-Event. Anschließend ging es entlang der Gail nach Arnoldstein, wo wir eine kleine Mittagspause einlegten. Die berühmte Kirche in Thörl-Maglern war unser letzter Halt in Österreich. Wenige Kilometer später überquerten wir die italienische Grenze. Unser Ziel war Tarvisio in Italien – und ein sehr leckeres Abendessen war die wohlverdiente Belohnung für uns hartgesottene Radfahrer!
Heute steht ein Easy Day auf dem Programm. Wir folgen (meistens entspannt bergab) dem Alpe-Adria-Radweg weiter nach Süden und rollen auf der ehemaligen Bahntrasse ganz entspannt durch das Kanaltal. Nach einem gemütlichen Kaffeestopp wird es dann richtig spektakulär: Der Radweg führt durch Tunnel und Galerien, über Brücken und vorbei an steilen Felswänden und tosenden Wasserfällen. Hinter jeder Kurve wartet ein neues Panorama – ein echtes Highlight der Strecke. Am Nachmittag geht es hügelig weiter. Wir Moggio Udinese besuchen wir die Abbazia di San Gallo Abate, die hoch über dem Fella-Tal thront. Das ehemalige Kloster beeindruckt nicht nur mit seiner Geschichte, sondern vor allem mit den fantastischen Ausblicken über die umliegenden Berge. Bei unserer Ankunft werden wir von Marko bereits mit einem Welcome Drink erwartet. Nach einem abwechslungsreichen Tag ist das genau der richtige Abschluss.
Ein Tag voller Höhepunkte erwartete uns, nachdem wir Carnia verlassen hatten. Nach einigen Kilometern machten wir Halt, um die Stadt Venzone zu besichtigen, die vor 50 Jahren durch das Erdbeben vollständig zerstört worden war. Wenn man genau hinschaut, kann man noch immer einige Spuren der Zerstörung erkennen, doch die Stadt wurde wunderschön und originalgetreu wieder aufgebaut. Das Castello in Osoppo war unser nächster Halt, und die Aussicht über das Tagliamento-Tal war den steilen Anstieg hinauf auf jeden Fall wert. Statt des üblichen Mittagstopps überraschte uns Ernst mit einem leckeren Picknick an einem kleinen Fluss. Da Udine unser großes Tagesziel war, fuhren wir auf direktem Weg weiter, um die wunderschöne Stadt früh genug zu erreichen und noch etwas Zeit für eine Besichtigung zu haben.
Heute geht es von Udine bis ans Meer – und der Sommer zeigt uns gleich, was er kann. Es ist heiß! Zum Glück kühlen uns immer wieder der Fahrtwind oder kurze Stops im Schatten, und so erreichen wir schließlich Palmanova. Die sternförmige Festungsstadt hat eine spannende Geschichte. Beim Einfahren durch das Tor fühlt man sich in die Zeit versetzt, in der Palmanova eine wichtige Rolle im venezianischen Reich spielte. Am Hauptplatz angekommen war für uns vor allem eines wichtig: eine wohlverdiente Kaffeepause im Schatten mit Capucchino oder einem italienischen Gelato. Weiter geht es nach Aquileia. Hier wird Geschichte plötzlich ganz greifbar. Es ist faszinierend zu sehen, wie vieles, was uns heute begegnet, seine Wurzeln in der römischen Zeit hat. Wir bestaunen antike Mauern, beeindruckende Mosaike, alte Bauwerke und wunderschöne Fresken. Und dann ist es geschafft: Grado und die Adria! Nach der Ankunft wechseln wir vom Fahrradsattel in eine gemütliche Bar. Ein gut gekühlter Aperol Spritz darf natürlich nicht fehlen. Italienisches Urlaubsgefühl pur.
Ruhetag an der Adriaküste – es gibt wirklich schlechtere Möglichkeiten, einen Tag zu verbringen. Wir konnten ein wenig länger schlafen, das leckere Frühstück genießen und die E-Bikes für einen Tag in der Garage stehen lassen. Stattdessen machten wir einen Stadtrundgang, bei dem wir in die 2000-jährige Geschichte von Grado eintauchten. Wir schlenderten eine Weile durch die charmante Stadt, gönnten uns Kaffee und Eis – und sind nun wieder zurück im Hotel, bereit für einen entspannten Nachmittag. Schwimmen, Radfahren, Shoppen – eigentlich gibt es fast schon zu viele Möglichkeiten, einen einzigen Nachmittag zu verbringen.
