Radabenteuer Dänemark und Schweden (8DS2601)

Ankommen und Wiedersehen Um 16 Uhr geht's los: Wir treffen uns zum Welcome Briefing und bekommen einen ersten Einblick in das Abenteuer, das vor uns liegt. Anschließend warten im Innenhof des Hotels schon unsere E-Bikes. Sattel einstellen, kurz Probe fahren – und die Vorfreude steigt. So richtig losradeln werden wir aber erst morgen. Schnell zeigt sich: Viele Gesichter sind vertraut. Andere lernen sich heute zum ersten Mal kennen. Und wir stellen fest, dass man schon die eine oder andere Tour miteinander erlebt hat. Den Abend verbringen wir im berühmten Nyhavn. Bei gutem Essen werden alte Geschichten erzählt, Erinnerungen ausgetauscht und neue Bekanntschaften geschlossen. Ein schöner Auftakt für die Tage, die vor uns liegen.
Wir verlassen das charmante Kopenhagen und radeln immer entlang der Ostsee Küste. Am ersten Kaffeestop gab es bereits köstliches Smorebrod. Roskilde ist unser Ziel. Der Dom ist UNESCO Weltkulturerbe und Grabstätte aller dänischen Könige, sogar für die, die noch nicht gestorben sind ist ein Platz reserviert. Das Wikinger Museum gibt uns Einblicke in die maritime Geschichte Dänemarks und die Schiffsbaukunst der Wikinger. Was ist hygge? Woher kommt der Name Bluetooth? Was ist frokost? Fragt unsere Gäste, die wissen es.
Unser heutige Tag hatte es in sich: Aufgrund von starken Regen am Vormittag wurde bereits am Vorabend entschieden, dass die erste Hälfte der Strecke nicht per Rad, sondern mit einem Taxi-Shuttle zurück gelegt werden würde. Und bereits beim Frühstück war klar: Das war die richtige Entscheidung! Per Taxi ging also zum Tageshighlight: Schloss Frederiksborg. Ein prachtvolles Schloss aus der Renaissance, erbaut in den Anfängen des 17. Jahrhunderts von König Christian IV. In einem Wort: WOW. Beeindruckend. Atemberaubend. Unbeschreiblich. Und nicht nur das Schloss, in dem man leicht einen ganzen Tag verbringe kann, ohne dass Langeweile auftritt, ist beeindruckend. Auch der dazugehörige Schlossgarten ist atemberaubend schön. Und ebenfalls riesig. Die drei Stunden verginge wie im Flug. Am frühen Nachmittag ging es dann endlich aufs Rad. Durch den Schlossgarten hindurch immer nordwärts nach Gilleleje. Nach einem einfachen Start am Radweg ging es in eine Waldpassage, die durch den Esrumer See begleitet wurde. Hier erlebte unsere dienstälteteste Tourguide ihren ersten Platten Reifen. O nein! Ausgerechnet im Waldstück, wo kein Van reinfahren durfte. Glücklicherweise zeigte sich bereits hier: die Gruppe hält zusammen und hilft einander. Ein Teil blieb bei ihr und der Reifen konnte gewechselt werden. Rookie-Tourguide Sarah übernahm den Großteil der Gruppe (13) und nun endlich begleitet von etwas Sonnenschein (na ja und starken Wind) ging die Fahrt bei weiterhin bester Stimmung weiter. Was für ein ereignisreicher Tag. Wir sind schon gespannt, was die Reise noch zu bieten hat für uns. Eins wissen wir schon jetzt: Wir haben eine fantastische Gruppe, die zusammenhält und füreinander da ist. #großartig #bestesteam
Heute hieß es „farvel Danmark“ und „god dag Sverige“. Aber bevor wir mit der Fähre von Helsingør (dänische Seite) nach Helsingborg (Schweden) übersetzten, gab’s noch jede Menge Kultur, Kunst, Kaffee und Biking. Bei bestem Wetter und wie immer gut gelaunt ging es von Gilleleje ostwärts zunächst zum nächsten geschichtsträchtigen Highlight: Schloss Kronborg. Nach einem Kaffee, der in der Sonne genossen wurde, verbrachten wir eine Stunde für dieses wieder mal sehr beeindruckende Gebäude. Den besten Blick gab es oben auf dem Burgturm. Die 145 Stufen hinauf werden mit einem fantastischen Blick auf die Öresund Region belohnt. Auch das zweite Land unserer Reise, Schweden, kann man von dort aus sehen. Doch bevor es zur Fähre gehen konnte, wartete noch das moderne Kunstmuseum „Louisiana“ auf uns. Die Strecke dorthin führte uns an der malerischen Küste entlang, vorbei an wunderschönen Häusern. Im Louisiana Museum erwarteten uns zahlreiche abwechslungsreiche Kunstausstellungen aller Art genauso wie grüne Oasen und leckeres Essen. Nach einer kurzen, angenehmen Fährfahrt erreichten wir Helsingborg in Schweden. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch!
Traumhaftes Wetter, ein herrliches Frühstück um Clarion Hotel in Helsingborg und vor uns der Sydkustenleden - der Radweg an der schwedischen Küste entlang. Kleine Fischerdörfer, herrliche Blicke über weite Kornfelder, die Zitadelle in Landskrona, ein sehr lokales Mittagessen und am Ende des Tages schließlich Lund.
Heute stand mit etwas über 80 km die längste Tagesetappe auf dem Plan und führte uns quer durchs Land immer Richtung Osten in den kleinen Küstenort Kivik. Gut gelaunt und wieder bei warmen Sonnenschein starteten wir wie immer aufgeteilt in zwei Gruppen an unserem schönen Hotel in Lund bereits um kurz vor neun in den 6. Fahrtag. Die Strecke hielt heute einige abwechslungsreiche Passagen für uns bereit. Erster kleiner Fotostop war an einem malerischen kleinen See. Dann ging´s weiter an wunderschönen Bauernhöfen und Reitgestüten vorbei durch Felder und Wiesen durch Naturreservate. Etwas schwieriger wurde es auf dem ersten „off-road“ Abschnitt, der durchaus recht ruppig war. Die Gruppe war sich einig - nach dieser Strecke braucht´s erstmal keinen Besuch beim Chiropraktiker. ;-) Alle meisterten diesen Abschnitt hervorragend. Weiter ging´s wieder über Asphalt, genauso wie einen wunderschönen Waldabschnitt. Dort lud uns ein weiterer See für eine kleine Rast ein. In Sjöbo gab´s den ersten Kaffeestop - natürlich in einer lokalen Båkery. Hm, so leckere Zimtschnecken. Mittagessen fand diesmal draußen statt, denn natürlich darf das bekannte Edelweiß-Picknick auch auf dieser Tour nicht fehlen! Nach dem Mittag warteten die beiden „kulturellen“ Highlights auf uns. Die grüne „Oase“ Schloss Christinenhof und Kaffeestugan Alunbruket. Christinenhof war im 18. Jahrhundert „the place to be“, ein Staat im Staat mit eigener Währung, dessen Wohlstand auf der Alaun-Produktion beruhte. Als „Nebenprodukt“ dieser Industrie wurde die Umwelt in weiten Teilen zerstört, und auch die Tiere starben. Inklusive Ratten. Weshalb die Pest keine Chance hatte. Kaffestugan in Alunbruket ist ein wunderschönes Café nur einen Steinwurf vom Schloss entfernt. Ein weiterer malerischen Ort, der zum verweilen einlädt! Am Ende eines abwechslungsreichen und langen Bike-Tages erwartete uns mit Kivik nicht nur ein malerischen Fischerörtchen direkt an der Ostsee, sondern auch Ernst mit dem sehr willkommen geheißenen Boot-Beer.
