Faszination Japan - 8JA2601

Und es geht los Nicht nur mit dem Fahrrad, sondern erstmal mit der U-Bahn, dem Zug, der Standseilbahn und schließlich noch einer Seilbahn. Obwohl Fuji-san normalerweise ziemlich schüchtern ist, konnten wir Japans ikonischen Berg bereits vom Zug aus sehen – und noch viele Male mehr während dem Radeln. Bevor wir losfuhren, machten wir Halt für ein leckeres japanisches Mittagessen. Die Landschaft hat sich seit Tokio deutlich verändert, und die Route bot spektakuläre Ausblicke. Dank unserer starken E-Bikes bezwangen wir zwei Bergpässe, dabei fuhren wir sogar auf Teilen der Straßen-Radstrecke der Olympischen Spiele von Tokio 2021.
Es ist immer wichtig, dass die Sonne scheint, wenn man auf einer E-Bike-Tour ist - ganz besonders, wenn man schöne Fotos vom Mt. Fuji machen möchte...und genau das haben wir heute morgen bekommen. Etwa 100 Bilder später waren wir auf dem Weg, auf einem herrlichen Radweg entlang dem Lake Yamanaka. Von hier kletterten wir über die erste Hügelkette zum Lake Kawaguchi. Wir stoppten am beeindruckenden Asama Schrein und verluden dann die Bikes in den Van, da die geplante Passstraße noch Wintersperre hatte. Nachdem wir die Räder dann wieder ausgeladen hatten, genossen wir eine endlose Abfahrt nach Kofu. Hier verbrachten wir noch eine Stunde, bevor wir per Zug zu unserem heutigen Ziel nach Matsumoto weiterreisten.
Matsumoto – was für ein Erlebnis: Gestern hatten wir ein sehr authentisch japanisches Abendessen, gefolgt von einem ersten Blick auf das berühmte Schloss, das wir heute Morgen dann ausgiebig erkundet haben. Anschließend sind wir auf ruhigen Nebenstraßen weitergefahren, bis wir zur größten Wasabi-Farm der Welt kamen. Man sollte unbedingt das Wasabi-Eis probieren! Der nächste Stop war Hotaka-Jinja, ein wunderschöner Schrein, der den nautischen Göttern gewidmet ist. Wir blieben auf kleinen Straßen und fuhren weiter in den Azumino Alps Nationalpark, wo wir zwei Affen und ein „Closed“-Schild sahen. Stattdessen hatten wir ein großartiges Mittagessen in einem kleinen Restaurant am Straßenrand. Am Nachmittag setzte der erste Regen ein, aber nachdem wir unsere Regenkleidung angezogen hatten, machten wir einfach wie geplant weiter. Nass, aber glücklich, kamen wir in unserem Hotel an, wo ein wunderschöner Onsen und die Happy Hour an der Bar auf uns warteten.
Nach dem Regen von gestern waren wir sehr froh, heute Morgen wieder den blauen Himmel zu sehen! Der perfekte Hintergrund für das spektakuläre Panorama der Japanischen Alpen. Wir mussten unsere Route ein wenig ändern, da der Regen auf der ursprünglichen Strecke eine Straßensperre verursacht hatte. Die Umleitung führte über einen wunderschönen, aber auch langen und anstrengenden Bergpass – wir waren ziemlich froh, auf E-Bikes unterwegs zu sein! Nachdem wir einige traditionelle japanische Teigtaschen probiert hatten, ging es weiter in die Olympiastadt Nagano. Wir besuchten unseren ersten buddhistischen Tempel, den Zenko-ji. Danach wartete ein besonderes Highlight auf uns: eine Fahrt mit dem Shinkansen-Zug. 240 Kilometer in einer Stunde – im Handumdrehen waren wir in Kanazawa!
Zur Abwechslung haben wir den Tag mit einem Spaziergang begonnen: Einer der schönsten Gärten Japans war unser erstes Highlight des Tages. Anschließend sind wir wieder in den Shinkansen gestiegen, der uns diesmal weiter nach Süden brachte. Unser Ziel für den Tag war der Biwa-See, Japans größter See. Nach einem weiteren sehr leckeren Mittagessen folgten wir dem Westufer bis zur Biwako-Ōhashi-Brücke, die uns zu unserem Hotel für heute Nacht führte. Gerade haben wir ein großartiges Abendessen beendet – mit Sushi, einem großen Vorspeisenbuffet, einem Hauptgang aus leckerem Fisch und Fleisch sowie einem wunderbaren Dessertbuffet – und jetzt bereiten wir uns auf einen weiteren tollen Tag vor!
Nach einem sehr leckeren Frühstücksbuffet, einem kurzen Stopp im Fahrradladen und einem Fotoshooting am Strand setzten wir unsere Entdeckungsreise durch Japan fort. Wir radelten über die Brücke zurück zur Westküste des Lake Biwa und begannen dann unseren Aufstieg in die Berge. Dank unserer kräftigen E-Bikes erreichten wir schnell Sanzen-In, den berühmten Buddha-Tempel nahe Kyoto. Von hier aus ging es ganz entspannt bergab in Japans ehemalige Hauptstadt. Wir machten Halt, um den Silbernen Pavillion, Ginkaku-ji, zu besichtigen, und nach einem leckeren Nachmittagssnack erreichten wir dann unser Hotel. Kaum zu glauben, aber wir haben schon die Hälfte unserer Tour hinter uns…
Ein typischer Edelweiss-Rasttag: Niemand rastet … Heute Morgen haben wir uns etwas später getroffen – nach sechs Tagen e-bike-fahren hatten wir uns ein bisschen Extra-Schlaf verdient. Danach haben wir aber doch unsere Fahrräder genommen und eine Tour durch Kyoto gemacht. Die E-Bikes erlaubten uns, die versteckte Schönheit Kyotos zu entdecken – nicht nur die bekannten Highlights wie den Kinkaku-ji, den Kaiserpalast oder Fushimi Inari mit seinen vielen Torii-Toren. Wir haben auch die kleinen Nebenstraßen gesehen, einen sehr beliebten Spazierweg am Fluss und viele andere kleine Details, die man nur abseits der üblichen Touristenpfade entdecken kann.
In Kyoto reicht ein Tag bei weitem nicht aus, um all die Sehenswürdigkeiten zu sehen. Zum Glück haben wir zwei Tage in dieser magischen Stadt. Heute lassen wir die Fahrräder stehen und erkunden die Stadt zu Fuß. Gion, das historische Geisha- und Vergnügungsviertel, war unser Ziel. Wir begannen mit dem riesigen Yasaka-Schrein, dann besuchten wir den Bambuswald. Anschließend schlenderten wir kreuz und quer durch die kleinen Straßen, bis wir wieder den Kamo-Fluss erreichten. Der Nishiki-Markt war unsere letzte Station am Vormittag, bevor wir uns in einem kleinen Restaurant mit einem sehr leckeren Mittagessen stärkten. Hier trennten wir uns – zum shoppen, für weitere Besichtigungen, zum Anschauen einer Geisha-Aufführung, zum Probieren lokaler Produkte (Whisky ;-) ) und so weiter…
Nach zwei Tagen in Kyoto war es Zeit weiterzufahren. Der Shinkansen brachte uns nach Himeji, wo wir das berühmte Schloss besichtigten – wahrscheinlich das schönste Schloss in Japan. Wir spazierten durch die Gärten und stiegen die Treppen bis ganz nach oben hinauf. Nach einem kleinen Mittagessen setzten wir unsere Fahrt mit dem Shinkansen nach Fukuyama fort, wo unsere E-Bikes bereits auf uns warteten. Anschließend genossen wir eine sehr entspannte Tour entlang der Küste des Seto-Binnenmeers – ein kleiner Vorgeschmack auf die großartige Fahrt, die uns morgen erwartet!
Onomichi und Imabari – nicht gerade Orte, die jeder kennen müsste. Doch die herrliche Radroute, die diese beiden Städte verbindet, ist in der Radszene ziemlich bekannt: der Shimanami Kaidō, Japans Radroute Nummer eins! Wir sind sie von Anfang bis Ende gefahren, fast 80 Kilometer, und haben dabei 6 Brücken und 6 Inseln überquert. Manchmal fiel es schwer, sich auf die Straße zu konzentrieren – wunderschöne Strände und Buchten, Orangen- und Zitronenbäume, kleine, aber gepflegte Gärten, winzige Läden, Eisdielen … man konnte leicht abgelenkt werden. Aber wir haben es geschafft, und nachdem wir eine der größten Brücken der Welt überquert hatten, rollten wir hinunter nach Imabari – bereit für ein entspannendes Bad im Onsen unseres Hotels!
Nach zehn Tagen beinahe ununterbrochenen Sonnenscheins wachten wir heute tatsächlich mit einem bewölkten Himmel und Regen auf. Natürlich hielt uns das nicht vom Radeln ab – vor allem, weil wir für heute eine besonders schöne Strecke geplant hatten. Nachdem wir die Fähre nach Okamura genommen hatten, fuhren wir den Tobishima Kaidō. Diese Radroute ist nicht so berühmt wie der Shimanami Kaidō, aber mindestens genauso aufregend! Wir genossen die Schönheit der Inseln und den kaum vorhandenen Verkehr, während wir sieben Brücken und sieben Inseln überquerten. Zurück auf der japanischen Hauptinsel nahmen wir den Zug nach Hiroshima und weiter nach Miyajima, wo wir die Nacht verbringen.
Die Zeit verging wie im Flug – wie immer. Es fühlt sich an, als wären wir erst vor ein paar Tagen losgefahren, und nun sind wir bereits an unserem Ziel angekommen: Hiroshima. Unseren letzten Tag begannen wir mit einem Besuch des berühmten schwimmenden Torii vor dem Itsukushima-Schrein. Danach nahmen wir das Schnellboot nach Hiroshima, wo unsere E-Bikes schon auf uns warteten. Die letzten Kilometer auf den Rädern führten uns durch die wunderschöne Stadt Hiroshima. Nach einem leckeren Udon-Nudel-Mittagessen besuchten wir das sehr eindrucksvoll gestaltete Friedensmuseum, anschließend trennten sich unsere Wege – noch mehr Sightseeing, Last-Minute-Souvenirs, … Die Tour ist fast zu Ende. Es war die perfekte Art, dieses magische Land zu entdecken – in einer kleinen Gruppe mit wunderbaren Menschen, die neugierig auf die Welt sind! Die Reise verging viel zu schnell, doch die Erinnerungen werden ein Leben lang bleiben!
